Montag, 14. Oktober 2013

Super Brace Gabelstabilisator an der Kawasaki W800

Jedem der eine W650 oder 800 hat muss klar sein: sie fährt sich nicht wie eine moderne Reisschüssel.
Neben progressiven Federn vorne, Stahlflexleitungen und GPZ 1100 Bremsbelägen, will ich ihr nun mit dem Gabelstabilisator von SuperBrace zu mehr Laufruhe in Kurven und höheren Geschwindigkeiten verhelfen.

Über Funktion und Wirkungsweise bzw. merkbarer Veränderung des Lenkverhaltens lässt sich trefflich streiten. So haben die einen Zeitgenossen merkliches Shimmy an ihrem Gefährt zu verzeichnen, das ich bei meiner gar nicht feststellen kann und zwar bei keiner Geschwindigkeit, weder in der typischen 60-80 kmh noch ab 120 kmh auf der Autobahn.

Lediglich ein in sich unruhiges Fahrwerk ist ab 120 kmh zu verzeichnen. Ob dies jedoch lediglich an den Gabelholmen liegt, ist zu bezweifeln.
Trotz allem habe ich mich dazu hinreißen lassen, mir zusammen mit 20 weiteren W-Fahrern bei SuperBrace einen dieser Stabilisatoren zu bestellen.
http://superbrace.com/

Das folgende Video zeigt seine Wirkungsweise:



Es gibt sie in Schwarz oder aber in Chrom poliert. Bei letzteren ist mit einer Wartezeit von ca 8 Wochen zu rechnen, da diese für die W auf Bestellung angefertigt werden.

Hier die übersetzte beiliegende Anleitung:

1. Das Motorrad auf Hauptständer stellen


 
2. Schieben Sie den Gummibalge unten aus der Gabel



 
 


3. Demontieren Sie den SuperBrace


 

 

4. Lösen Sie die Achsklemmschrauben - dies ist bei der W nicht unbedingt nötig.
5. Montieren SuperBrace auf unterem Gabelbein, über den Dichtungen. Die SuperBrace ist mit einer eingestanzten Markierung hergestellt.





Hinweis: Stellen Sie sicher, dass SuperBrace nicht den Reifen/Schutzblech berührt.
Aufgrund der unterschiedlichen Reifen die auf dem Motorrad verwendet werden, stellen sie  sicher, dass
oberhalb des SuperBrace noch 3/8 inch ( 1 cm)  Luft nach oben ist.




6. Ziehen Sie die SuperBrace Schrauben bis 10 ft. Lbs Drehmoment fest.
7. Drücken Sie die Gummibalgen wieder nach unten und verriegeln sie diesen im SuperBrace über dem Boot-Clip Ring.




8. Ziehen sie die Achsklemmschrauben nach Werksangabe wieder mit einem Drehmomentschlüssel fest.

Wichtig: Vor dem Fahren, prüfen sie das Eintauchen des Motorrads-und die Federung um sicherzustellen, dass sie Bremsleitungen und Hupe nicht berühren. Ggf kann es auf Grund des SuperBrace. notwendig sein, Bremsleitungen und Horn entsprechend zu versetzen oder neu zu kaufen. - Bei der W ist da bei mir keine Gefahr




Meine Anmerkungen:

Der Superbrace schließt direkt am Holm ab. Das Lösen der Achsklemmschrauben ist bei der W nicht nötig. Den einzige Abstand der bei mir "kritisch" war, ist die Schraube mit der das Schutzblech befestigt ist. Hier sind bei mir nur 2 mm Luft. Ich habe die Schrauben mit einer Ratsche Handfest gezogen - Drehmomentschlüssel habe ich nicht. Sollte nicht problematisch sein.
Hupe und Leitungen sind bei meiner W nicht in kritischem Abstand.




Zitate aus dem W Forum :

  • die Fuhre bleibt bei einer Geradeausvollbremsung besser in der Spur
  • in Kurvenlage bleibt die W besser in der Spur auch bei abgefahrenen Reifen
  • Beim Bremsen in Schräglage befindet sich der Reifenaufstandspunkt außerhalb der Motorradmittelebene. Dadurch entsteht ein Moment, das die Gabel kurveneinwärts drehen möchte. Dem muss sich der Fahrer mit den Armen mehr oder weniger entgegenstemmen, wodurch die Gabel eine Torsionskraft erfährt. Je heftiger man bremst, umso mehr tordiert die Gabel. Ein Stabilisator zwischen den Gabelholmen wirkt dem effizient entgegen.
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Nachtrag vom 27.10.

Gestern und heute hatte ich die Gelegenheit eine ausführliche Probefahrt zu machen. Gestern noch bei trockenem Wetter, jedoch mit brandneuen Reifen, war ich die ersten 100 km daher eher verhalten unterwegs. Was mit jedoch sofort aufgefallen ist, war das bei einer normalen oder stärkeren Bremsung, die W bleibt nun auch ohne Lenkkorrekturen in der Spur.


Heute bei zum Teil sehr stürmischem und regnerischen Wetter der mich auf halbem Weg erwischte, konnte ich auch ein verbessertes Kurvenverhalten feststellen. Die Fuhre ist im vorderen Bereich erheblich steifer und stabiler geworden. Das Gummigabelgefühl ist nun weg. Dies macht sich auch jenseits der 100kmh positiv bemerkbar. Auch habe ich jetzt das mir bekannte "in sich Pendeln" so gar nicht vermisst ;-)
Von meiner Seite 165.-€ gut investiertes Geld zur Optimierung des Fahrwerkes.

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Alles in allem trägt dies also zu einem allgemein gesteigerten Sicherheitsgefühl beim Bremsen und Kurven fahren bei und sieht auch noch gut aus. Jedoch ist das Teil nichts für Leute, die jedes Gramm an Ihrem Moped zählen. Der SuperBrace ist massiv und wiegt mehr als 500 Gramm.

Teilt mir Eure Meinung mit  - gerne hier als Kommentar oder aber auch auf der Facebookseite Adagio by classic bikes:
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